100. Baselworld: Wo die Zeit veredelt wird

Rene Kamm, Francois Thiébaud, Sylvie Ritter, Eric Bertrand Rene Kamm, Francois Thiébaud, Sylvie Ritter, Eric Bertrand

„Es ist uns gelungen, uns selbst neu zu erfinden, anzupassen, zu modernisieren“, sagt Sylvie Ritter, Managing Director der Baselworld, zum Start der wichtigsten Uhrenmesse der Welt

Zum 100. Mal findet die Uhrenmesse heuer statt. Die vergangenen zwölf Monate seien schwierig gewesen, sagte Managing Director Sylvie Ritter, „einige Marktteilnehmer waren gezwungen, aus der Uhren- und Schmuckindustrie auszuscheiden. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, das Ausstellungskonzept erneut anzupassen, damit die Baselworld nach wie vor den globalen Markt repräsentiert.“ Bei diesem Prozess komme es immer darauf an, „Qualität über Quantität zu stellen. Im Ergebnis haben wir uns dazu entschieden, einige Aussteller für die diesjährige Messe abzulehnen – eine Wahl, zu der wir stehen.“ Denn die Baselworld sei berufen, in die Zukunft zu blicken: „Durch zukunftsorientiertes Denken haben wir in Basel die wichtigste Messe für Uhren und Schmuck in der Welt aufgebaut.“

Großer Andrang bei der Eröffnungspressekonferenz der Baselworld
Großer Andrang bei der Eröffnungspressekonferenz der Baselworld

Eric Bertrand, Präsident des Aussteller-Komitees, sagte: „Jahr für Jahr findet die Baselworld weltweite Resonanz. Sie ist von enormer Bedeutung sowohl für die Branche als auch für die Schweiz und die Stadt Basel.“

„Hier und nirgendwo sonst haben alle Aussteller die Chance, ihre exklusiven Neuheiten den renommiertesten Händlern und einflussreichsten Medien aus aller Welt vorzustellen.“

Darüber hinaus „wissen wir aus Erfahrung, dass die neuen Kollektionen, die auf der Baselworld ihre Weltpremiere feiern, in den folgenden zwölf Monaten die Nachrichten bestimmen werden und dass sich die hier gesetzten Trends in aller Welt verbreiten“.

François Thiébaud, Präsident des Schweizer Aussteller-Komitees, betonte, dass die Baselworld für acht Tage im Jahr die Zeit geradezu veredelt. Für die Schweizer Uhrenexporte stellte er fest, dass diese 2016 um 9,88 Prozent niedriger waren als im Vorjahr. Er hob hervor, dass es im letzten Quartal 2016 eine leichte Verbesserung gegeben habe. Zugleich verwies er auf das global weiterhin schwierige politische und ökonomische Klima und darauf, dass die Uhrenexporte auch durch den Wechselkurs des Schweizer Franken seit der Entscheidung der Schweizer Nationalbank vom 15. Januar 2015 benachteiligt worden seien.